Literatur im Erzgebirge - Literatura v Krušných Horách

Die Preisträger beim Kultur- und Medienfestival Grenzgänger wurden in der 11. Auflage in verschiedenen Kategorien zum Thema Mundart aus insgesamt 63 Einreichungen ermittelt.
Die Macher stammen aus verschiedenen deutschsprachigen Räumen. Die vier Hauptkategorien waren MundArt im Lokal TV, MundArt auf YouTube, MundArt im Leben und MundArt in Worten.
In letzterer gab es so viele und unterschiedliche Einreichungen, das sich die Jury entschieden hat dort 4 Unterkategorien auszuzeichnen.
Aphorismen, Kurzgeschichten, Gedichte und Lieder wurden eingereicht.
Doch die Jury, bestehend aus Elvira Werner, Sandra Richter, Michal Müller, Milos Dvoracek und Thomas Häntsch, war sich einig, das Mundart von vielen auf vielfältige Art festgehalten wurde.

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Kategorie: MundART in Worten/ Lieder
Den Preis erhält Ramona Markstein aus Hartenstein mit dem Lied: „Weißdornhecken – Blues.
Herzlichen Glückwunsch!
Laudatio
Ein Lied besticht durch seinen lyrischen Text, der der Mundart eine neue Dimension verleiht. Die Begleitung mit E – Gitarrensound, der mit der Stimme wunderbar harmoniert, macht das Stück zur Ballade in Erzgebirgischer Mundart.

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Kategorie: MundART in Worten/ Gedicht
Herzlichen Glückwunsch dem Preisträger Frank Mäder, Aue für das Gedicht „Eisenbahfahrt“
Laudatio: Das Handy! Fluch und Segen im Alltag! Das Gedicht beschreibt, wie sich die Kommunikation zwischen den Menschen durch den ständigen Gebrauch der Smartphones verändert. Gut formulierte Gesellschaftskritik. Auch das kann die Mundart, so soll es sein.
Sachpreise wurden durch die Jury vergeben an folgende Einreichungen:
Diese erhalten: Holger Vorberg, Zwönitz; Matthias Fritzsch, Zwickau; Monika Tietze, Crottendorf; Daniel Meyer, Mildenau

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Kategorie: MundART in Worten/ Kurzgeschichten
Herzlichen Glückwunsch der Preisträgerin Mandy Schubert, Scheibenberg für Ihre Kurzgeschichte „Fastenzeit“
Laudatio: Die Kurzgeschichte in fast perfekt niedergeschriebener Mundart beschreibt Überfluss und Luxus, in dem viele schwelgen, ohne sich dessen noch bewusst zu sein. Die Geschichte macht deutlich, dass das mundartliche Schreiben sich in der aktuellen Zeit bewegt.
Einen Sachpreis wurde durch die Jury für „Gung, vergass dei Hamit net“ an Anita Nöbel, Voigtsdorf vergeben.

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Kategorie: MundART in Worten/ Aphorismen
Herzlichen Glückwunsch der Preisträgerin Sonja Steiner aus Marienberg OT Rübenau

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Kategorie: MundArt bei Youtube
3. Platz:
Paul Stephani, Dresden
makiVISUAL
Titel: „Abgewickelt“
2. Platz:
Ramona und Tobias Markstein, Hartenstein
#handaufsERZ
Titel: Frieher wars viel schenner als wie heit!
1. Platz:
Laudatio
Es wird gezeigt, dass die Mundart keine Sprachbarrieren kennt. Durch eine solide bild– und schnitttechnische Arbeit werden verschiedene Personen vorgestellt, die in der Tschechischen Republik Mundart pflegen.
Es wurden umfangreiche Dokumentationen angelegt, die alte Dialekte hörbar bewahren und der Nachwelt erhalten.
Den 1. Preis erhält die Landesversammlung der deutschen Vereine in der Tschechischen Republik.

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Kategorie: MundArt im Lokal TV
3. Platz:
wird nicht vergeben
2. Platz:
Celine Wolf und Sebastian Eberlein
Regionalfernsehen Mittelerzgebirge MEF GmbH
Titel: Kinnerguschen – das Beste davon
1. Platz:
Laudatio
Der Beitrag über die verschiedenen Mundarten im fränkischen vereint Wissenswertes mit Unterhaltung. Durch solide Bildführung werden verschiedene Mundartkünstler vorgestellt und die sprachliche Vielfalt sowie Grenzen in den Regionen dargestellt.
Den 1.Preis erhält Christoph Röder, TV Oberfranken GmbH & Co.KG, Rehau mit dem Titel: "In Oberfranken spricht man fränkisch!"

 

Kategorie: MundArt im Leben „Mr sei esu. Mr labn esu. Mr red'n esu.“
Eingereicht wurden folgende Personen für diesen Preis:
• Heiner Stephani (Olbernhau)
• Jörg Heinicke (Annaberg Buchholz)
• Wolfram Olbert (Annaberg-Buchholz)
• Stefan Gerlach (Zwönitz)
• Regine Seifert (Zwönitz OT Hormersdorf)
• Harry Nimtz, (Marienberg OT Kühnhaide)
• Martina Rüffer (Crottendorf)
• Romeo Bräuer (Marienberg OT Kühnhaide)

 

Regine Seifert

Altes zu bewahren und an die junge Generation weiterzugeben, getreu dem Satz „Zukunft braucht Herkunft“ war und ist ihr wichtig. Seit den 1970er Jahren hat sie die erzgebirgische Mundart gepflegt und sich ehrenamtlich engagiert.
Tausenden von Menschen hat sie in den vergangenen 47 Jahren in Veranstaltungen Freude bereitet. In unterschiedlichen Medien, ob Presse, Funk und Fernsehen (MDR) kann man in den Archiven Beiträge über oder mit Regine Seifert finden, besonders im Altkreis Stollberg.
Auf die Preisträgerin ist jederzeit Verlass. Jedes Volksfest in und um Hormersdorf wurde in den vergangenen Jahrzehnten von ihr und ihren Mitstreitern mit ausgestaltet. Mit ihrem Wirken, ihrem Sinn für das Wesentliche und auch mit einer großen Portion Humor ausgestattet, hat sie das Leben in ihrer Kommune lebenswert und schöner gemacht. Und nicht nur dort!
Wer sie in einer ihrer Veranstaltungen erlebt hat, kann bestätigen, dass sie ein „echtes erzgebirgisches Original“ ist.
Regine Seifert erhält den Grenzgänger Preis 2017 für ihr Lebenswerk und ihr umfangreiches und leidenschaftliches Engagement zur Erhaltung und Förderung der erzgebirgischen Mundart und Tradition.

grenzgaenger christoph heyden

Bilder- und Textquellen: www.grengaenger-fernsehpreis.de

 

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