Literatur im Erzgebirge - Literatura v Krušných Horách

Lesetour zieht in Marienberg die Besucher an

(Freie Presse 25.4.2014)

Bestens besuchte Geschäfte und Einrichtungen sind das Markenzeichen der literarischen Premiere gewesen. Nachschlag war hier und da ausdrücklich erwünscht.
Marienberg. Noch ein Krimi von Mario Ulbrich? Aber sicher! Noch eine Geschichte von Axel Hacke, gelesen von André Unger? Klar doch! Wer am Mittwochabend in Marienberg Literatur wollte, der bekam sie auch. Die Lesetour, organisiert von der Baldauf-Villa und der Autorenvereinigung Literatur im Erzgebirge, erwies sich als voller Erfolg. Wohl auch, weil das Angebot und die Lokalitäten so unterschiedlich waren, dass nahezu jedem Interesse entsprochen werden konnte.
Da wäre zum Beispiel die Regionalliteratur. Jörg Zander stellte im Bergmagazin sein Buch über die legendäre Rennstrecke Marienberger Dreieck vor, die vor 90 Jahren erstmals als offizielle Veranstaltung abgehalten wurde. Ein altersmäßig gemischtes Publikum lauschte andächtig seinen Ausführungen, Zwischenbemerkungen kündeten davon, dass da auch einiges an Fachwissen versammelt war. Redakteur Mario Ulbrich begab sich in der Geschäftsstelle der "Freien Presse" auf die Suche nach dem Bernsteinzimmer, und Frieder Berger lud in My Bookstore ein, die Tausender des Erzgebirges zu erkunden. Auch davon gibt es Nachschlag: Der Wolkensteiner bereitet gegenwärtig die dritte Auflage seines Werkes vor, und im Herbst soll ein zweites Buch erscheinen.
Eng ging es bei Petra Schubert in ihrem Geschäft Wohnkultur zu. Gut 50 Gäste - viele kamen im Laufe des Abends hinzu, mancher blieb bis gegen 23 Uhr - drängten sich im Verkaufsraum, immer ganz nah im Kontakt mit den Vortragenden. Zu denen gehörte André Unger, der unter anderem aus den wundersamen Alltagsgeschichten von Axel Hacke las. Ihre ganz eigenen Alltagsstorys hatte Redakteurin Manuela Müller bei der "Freien Presse" im Gepäck: Sie schrieb mittlerweile ein zweites Buch über ihre Familie, was zu einem kurzen, aber regen Austausch mit zwei Besucherinnen über Stabheuschrecken und deren Haustauglichkeit führte.
Beim Verein Freiwillig im Erzgebirge bekamen die Besucher neben viel Literatur und Musik unter anderem von Marie Pschribülla und "Vorleseomi" Regina Grohmann von der Kindertagesstätte Spatzennest aus Zschopau auch Einblicke in ein anderes Genre: das Radio. Im Interview mit Radio Erzgebirge hob der CDU-Landtagsabgeordnete Günther Schneider unter anderem die gute Vernetzung hervor, die durch die Autorenvereinigung Literatur im Erzgebirge entstanden ist. Der gehörten heute rund 100 Mitglieder an. "Da ist mittlerweile eine Marke entstanden", konstatierte Constanze Ulbricht, Leiterin der Baldauf-Villa. Sie zog gestern ein durchweg positives Fazit der Lesetour-Premiere. In der Villa selbst waren bis nach 22 Uhr Lieder und Geschichten mit Ur-Krippelkiefer Stefan "Sterni" Mösch zu hören.

 

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