Literatur im Erzgebirge - Literatura v Krušných Horách

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„Laxamentum Hassenstein“, so hieß es am 28.6.2014 in der wildromatischen und atemberaubenden Kulisse der Burgruine von und zu Hassenstein auf der böhmischen Seite des Erzgebirges.

Die Literatur im Erzgebirge sowie die Gemeindeverwaltung Misto begrüßten ca. 50 Gäste zum ersten Literatur-Kultur-Experiment im Rahmen der Offenen Lesebühne „Hassenstein liest!“.
Wir bewegten uns auf einem experimentellen Feld, auf dem unsere Autoren, unsere Musiker, unsere Aktionskünstler und nicht zuletzt unser Catering aus Deutschland und Tschechien gemeinsam den Abend und die Nacht mit dem Publikum verbrachten.

Nach vollbrachten, intensiven Vorbereitungen, Vorgesprächen und Vorarbeiten startete unser Koordinator Rüdiger Kempt bei einbrechender Dämmerung das Projekt.
„Wir alle nennen das Erzgebirge unsere Heimat und haben jeder für sich irgendeinen Bezug zum Nachbarland. Lassen Sie uns diesen Bezug nicht nur auf die kommerziellen Befindlichkeiten reduzieren,
sondern öffnen wir unseren Geist für das wirklich wichtige: Frieden, Verständigung, Freundschaften, Bekanntschaften. Fragen Sie doch einmal Ihren Nachbarn auf der Sitzbank, wo er wohnt, was er arbeitet und wie er lebt.
Trinken Sie ein Bier zusammen und Sie werden sehen, vielleicht gehen Sie gemeinsam auf Wanderschaft, wenn die Baldauf Villa am 17.8. zur 4. Erzgebirgischen Liedertour einlädt.“

Laxamentum - ein alter lateinischer Begriff für Entspannung oder Beruhigung, unter diesem Motto gepaart mit mittelalterlichen Akzenten, stand die Veranstaltung.
Vergangenheit trifft Gegenwart, Worte treffen Klänge, Licht trifft Schatten.

Zwei lokalprominente Gäste aus der Politik waren ebenfalls anwesend: Hr. Prof. Dr. Schneider, Mitglied im Sächsischen Landtag sowie Hr. Belsky, der Bürgermeister der Gemeinde Misto, der in einer kleinen Einführungsrede
die Wichtigkeit von gemeinsamen Projekten unterstrich: „Bestehende Kontakte, freundschaftliche, nachbarliche Beziehungen, ganz unkompliziert und von vielen tagtäglich schon praktiziert,
wie jetzt hier auf Burg Hassenstein, müssen erhalten und gefördert werden. Nichts ist so geeignet wie die Kultur als Plattform für grenzüberschreitende Zusammenarbeit und Verständnis.
Kultur verbindet, führt Menschen zusammen. Und so könnte ich noch vieles aufzählen, dass Kultur ein Brückenbauer zum gegenseitigen Verständnis ist, nicht nur für Kunst und Kultur sondern für Politik, Wirtschaft und Tourismus.
Mögen uns mehr Gemeinsamkeiten verbinden, statt wenige Unterschiede trennen!“

In einem bunt gemischten Programm, in welchem Lesungen, Musik und Aktion nahtlos ineinander übergingen, wurde erneut die Vielfalt der Literatur im Erzgebirge unter Beweis gestellt.
Ein herzliches Dankeschön und virtuellen Applaus für unsere Erzgebirgsautoren Petra Schubert, Dr. Albrecht Barth, Anita Keil, Horts Bade, Frances Kunze, Ladislav Kocian,
Christina Klose, Reinhold Lindner und Dieter Fritzsche, die an diesem Abend aus ihren Texten vorgetragen haben.

Dem Freien Bretonischen Bund sowie Martin Tomasek (Teplice) gilt unser Dank für ihre aktionsgeladenen und ausdrucksstarken Einlagen.

Sterni und Freunde sowie Frau Alzbeta Trojanova aus Prag sorgten für feinste handgemachte Musik, die passend, zwischen den Acts, zur Aufführung kam.

Unser Feuermeister, Herr Jens Oebser aus Döbeln, sorgte zu späterer Stunde für Licht aus Fackeln, Feuerkörben und Lagerfeuer.

DJ „Uppsala“ Mario Stickler aus Niederlauterstein hatte den tontechnischen Hut auf und brachte auch die altehrwürdigen Mauern der Burg zum Leuchten.

Unser Deutsch-Tschechisches Catering unter Federführung von Herrn Jan Marhevka aus Komotau und Frau Katrin Müller aus Gebirge füllte die hungrigen und durstigen Mägen unserer Gäste.

Zwei Security Leute hatten die Sicherheit der Teilnehmer und die Unversehrtheit der Burg permanent im Auge.

Im benachbarten Hotel „Inge“ konnte wahrhaft fürstlich übernachtet werden. „Daumen hoch“ für das neue, komfortable Hotel!

„Laxamentum Hassenstein“ war ein Experiment, aus dem wir auch so manche Lehre ziehen konnten.
So zum Beispiel werden wir beim nächsten Mal für Übersetzungen sorgen, das Programm früher beginnen, Kaffee anbieten und Petrus stärker ins Gewissen reden.

Die lobenden und konstruktiven Feedbacks nehmen wir zum Anlass, eine erneute Auflage Laxamentum 2015 nicht auszuschließen.

Hier geht's zum Presseartikel im BLICK vom 2.7.14

 

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