Literatur im Erzgebirge - Literatura v Krušných Horách

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Pobershau liest!

Einst eine Holzwarenfabrik, beherbergt die Böttcherfabrik in Pobershau inzwischen sehenswerte Ausstellungen.
Im ehemaligen Produktionsgebäude ist u.a. das Lebenswerk des Dörnthaler Malers Max Christoph mit mehr als 100 Bildern in Kreide, Öl und anderen Maltechniken ausgestellt und im Sonderausstellungsraum gibt es eine besondere Attraktivität zu bewundern. Die Manufaktur Klaus Kolbe KG präsentiert Ideenreichtum und ausschließlich von Handarbeit geprägte Schwibbögen, die inzwischen nicht mehr nur traditionelle Lichtträger zur Weihnachtszeit, sondern auch eine Widerspiegelung der Bergbau- und Kulturgeschichte des Erzgebirges sind. Und mit diesen kleinen Kunstwerken luden der Kunstverein Max Christoph und Gottfried Reichel, die Baldauf Villa und unsere Erzgebirgsautoren in die Böttcherfabrik ein. 

Nicht viel weniger als 90 literatur- und musikbegeisterte Bürger aus Pobershau und seiner näheren und weiteren Umgebung fanden am Sonntag, dem 01.02.2015 den Weg in die Böttcherfabrik. Die Baldauf Villa Marienberg mit ihrer Autorenvereinigung „Literatur im Erzgebirge“ hatte eingeladen zu einer Fortsetzung der beliebten Offenen Lesebühnen, hier mit „Pobershau liest!“.

Zusammen mit Heiner Stephanie und seiner Hauskapelle stellten sich 3 Autorinnen und ein Lese(Ehren)gast dem geneigten Publikum. Bei Kaffee, Kuchen und Fettbemm´ erlebten die Gäste bei bester Stimmung die Vielfalt der Literatur im Erzgebirge. Frau Hella Müller aus Zwönitz erläuterte augenzwinkernd, was sie für eine Aufgabe zu lösen hatten, als sie einmal eine „Vita nach ihrem Gusto“ einreichen sollte. Dass es „nur“ ein Lebenslauf nach ihrem Geschmack gewesen ist, fand sie nach langer Suche im Internet aber dann doch heraus. Mit erzgebirgischen Weisheiten und Sprüchen, entlockte sie so manchem im Publikum ein wissendes „ahhh!“ und „jawoll!“.
Gesellschaftskritisch gab sich Sonja Steiner aus Rübenau, als sie zwei ihrer Arbeiten vortrug, die sich um die Entvölkerung der ländlichen Gegend und um den „sagenumwobenen“ Bau der Umgehungsstraße Reitzenhain drehten. Aus eigener Erfahrung sprach sie damit politisch brisante Themen an, wie z.B. die Sparkassen- und Postfilialenschließung in ihrem Heimatort.
Mucksmäuschenstill war es im Publikum, als Frau Christina Klose, die Wahlerzgebirgerin aus Warmbad, Geschichten aus ihrer Kindheit und ihrer Schulzeit vortrug. Interessant formuliert und rhetorisch gekonnt, brachte sie den Zuhörern die strengen Sitten an ihrer katholischen Schule im Westteil Deutschlands der Nachkriegsjahre näher.
Der 1. Beigeordnete des Landkreises und Mitglied der Bergknappschaft Marienberg, Herr Andreas Haustein im bergmännischen Beamtenkittel , gestaltete ebenfalls die Leserunde mit. Er las aus dem Buch „Hinab, die Glocke ruft“ (von Frank Meinel & Klaus Wenzel). Die Zuhörer erfuhren von der Verbundenheit bergmännischer Traditionen in Verbindung mit christlichen Werten. Seine Leseprobe „Die Weihnachtsbotschaft macht den Bergmann froh“ – von Klaus Wenzel, erinnerte an die Sehnsucht der Bergleute an das Licht.
Vor, zwischen und nach den Beiträgen der Autoren und Leser spielte Heiner Stephanie und seine Hauskapelle aus Rothenthal erzgebirgische Schrammelmusik. Mit Hingabe, Einfallsreichtum, musikalischem Geschick und Texten, die sowohl einfühlsam als auch kritisch daherkamen, zauberte er und seine Kapelle strahlende, fröhliche, lachende und begeisterte Mienen in die Gesichter der Gäste.
Die Offene Lesebühne der Literatur im Erzgebirge „Pobershau liest!“ war wieder einmal ein Beweis dafür, dass es sich lohnt, das heimische Sofa für ein paar Stunden mit einem Platz in der Gemeinschaft von erzgebirgischen Autoren und Musikern zu tauschen.
Unter www.Literatur-im-Erzgebirge.de findet man die Termine der nächsten Veranstaltungen, die mit Sicherheit genauso so abwechslungsreich wie „Pobershau liest!“ werden.

Und hier ein paar Impressionen (Klick auf´s Bild)

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