Literatur im Erzgebirge - Literatura v Krušných Horách

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Flöha liest!

Weit über 30 literaturinteressierte Bürger fanden den Weg in die Villa Gückelsberg, nachdem „Literatur im Erzgebirge“ und Frau Martina Hofmann (Moderatorin des Abends) zum Thema „Glück macht Wortreich“ eingeladen hat. Sie erinnerte an die Ausschreibung zum Nachwuchsförderpreis Literatur im Erzgebirge und war, genau wie das Publikum gespannt, was die „Buchstabenflüsterer und Buchstabenbeatmer“ den Gästen darbieten.

Thomas Baldauf eröffnete den Abend mit seiner Zither und begann klassisch mit „Arioso“ von J.S. Bach.
Die Bibliothekarin aus Flöha, Frau Rauschenbach, eröffnete die Lesereihe mit Gedanken über Glück und Pech. Beide sind Brüder, ohne Glück gibt es kein Pech. Pech freut sich u.a., dass die Menschen sich eher an das Pech erinnern, als an das Glück. Glück sitzt und wartet, dass sich jemand an ihn erinnert.
Die Schülerin Annalena Schimpel las aus „Die Wanderpuppe“ von Peter Härtling. Sie hat an Vorlesewettbewerben teilgenommen und auch dafür einen Preis erhalten.
Eine weitere Schülerin, Jasmin Winkler, las „Episoden aus einem Hasenleben“. Damit hatte sie vor zwei Jahren einen Preis beim Nachwuchsförderpreis Literatur im Erzgebirge gewonnen.
Siegfried Schlottig las aus seinem Buch „Vater schreib`s auf“. Dieses Mal über das „Sudeln“. Wer weiß heute noch, wie es damals war?
Thomas Baldauf spielte nun im Anschluss das traditionelle Stück „Frühlingstraum“.
Frau Hahn und Marion Süß berichteten in amüsanter Weise über ihre Urlaubsreise nach Norwegen und was es mit dem Reservezelt für eine Nachtauszeit auf sich hatte. Auch“ Joshua“ und seine Schieflage zu Frauen, wurde vorgestellt; bis er einer Frau begegnete, mit der auf einmal alles anders war. Das Gespräch eines Marienkäfers und eines Maikäfers bildeten das famose Ende ihrer Erzählungen.
Moderne Zitherklänge, fantastisch interpretiert von Thomas Baldauf, standen auf dem Programm, ehe Mandy Schubert in Mundart das Publikum zum Schmunzeln brachte, als sie sich vorstellte: “ Ich ho vier Kinner un enn Mo“. Sie berichtete u.a. „wos manniche Leit bei facebook su alles neischreim…“.
Dr. Hahn aus Niederwiesa war mit den Chemnitzer Erdgeistern im Gespräch. Die dämonische Weisheit der Deponie ließ ihn nicht los auf der Suche nach den Schätzen der Deponie. Die Müllkipperfahrt zur Deponie ist die Botschaft an die nächsten Jahrtausende. Sie verlässt das Auto mit einem Knopfdruck der Fahrer.
Christina Klose aus Warmbad unterhielt das Publikum auf liebevolle und mitreißende Weise mit Textpassagen aus ihren Büchern. In „Zuhause ist noch keine Heimat“ erfüllt sie das Versprechen an ihre Mutter, die kommenden Generationen über das Leid einer Vertreibung zu erinnern.
Hella Müller will einem Unsicheren Halt geben, auch mal an Andere denken, ein freundliches Wort über den Gartenzaun, dem Frühlingskonzert der Vögel lauschen, nachts in erholsame Stille versinken: das alles ist Glück. Und jeder hat einen George – den inneren Schweinehund, der sich regelmäßig zu Silvester meldet…
Detlef Köhler war pessimistisch-optimistisch! Optimist ist, wenn man trotzdem lacht und nannte die Unterschiede hinsichtlich verschiedener Lebenseinstellungen. Beispielsweise bei Gewitter: Optimisten streiten sich bei Schaden wochenlang mit der Versicherung. Pessimisten freuen sich über die Farbe grau, da sie wissen, dass grau die Summe aller Farben ist.
Abschließend gab eine Zuhörerin aus dem Publikum spontan einen Reim zum Besten.
Thomas Baldauf rundete den ausgefüllten Abend mit weiteren Klängen seines Instrumentes ab.
Wieder einmal mehr bewiesen unsere Autoren und Gastleser, das die Vielfalt der Literatur im Erzgebirge keine leere Hülle ist, sondern vielmehr prall gefüllt ist mit Geschichten und Anekdoten, erfunden oder auf Erlebnissen beruhend.
Ein großes Dankeschön an das Team der Villa Gückelsberg und an die Moderatorin Frau Martina Hofmann.

 Hier noch ein paar Impressionen der Veranstaltung (klick auf´s Bild)

 

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