Literatur im Erzgebirge - Literatura v Krušných Horách

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„Denk(T)mal an wir lesen! - Satzung liest!“.

Dort, wo der Blick frei über die Lande streifen kann, wo Vulkane die Landschaft formte, dort gibt es Geschichten zu erzählen, die an Vielfalt, an Naturverbundenheit und an Volkes Nähe Ihresgleichen suchen, geschrieben und gelesen von Autoren, die hier zu Hause sind.

Die mittlerweile zur Tradition gehörende Offene Lesebühne „Satzung liest!“ war auch diesmal eine gut besuchte Veranstaltung im Zeichen der Literatur im Erzgebirge.
Rund 20 literaturbegeisterte Erzgebirger folgten dem Aufruf der freien Autorenvereinigung und dem Team der Hirtsteinbaude um Tamara Bergelt. Letzterer sei an dieser Stelle herzlich gedankt für die Möglichkeit, unsere Autoren und deren Werke hier präsentieren zu dürfen.
Musikalisch wurde die Veranstaltung umrahmt von Herrn Wolfram Beiermann, der es mit seinem Akkordeon ausgezeichnet verstand, das Publikum zum mitsingen zu animieren.
Die Hauptakteure des Abends, nämlich die Erzgebirgsautoren, zeigten wieder einmal mehr, dass die Vielfalt der Literatur im Erzgebirge keine Phrase ist.
Frau Sonja Steiner aus Rübenau amüsierte die Zuhörer mit einer Geschichte aus DDR Zeiten, in der es um seltsame Anwandlungen des Bürgermeisters ging, der partout die Jugendweihe in einer bereits überfüllten Lokalität abhalten wollte. „Seltsame Vögel“ gäbe es aber auch im Norden, wie z.B. der „Lotsch“ aus Schwerinsburg, der seine außergewöhnlichen Ambitionen in reine Menschlichkeit wandelte.
Im Anschluss präsentierte uns Herr Stefan Tschök aus Chemnitz seinen Roman „Feuerschlange“. Hier erzählt Stefan Tschök „vom Leben mehrerer Generationen zweier Familien und der Zeit, in der sie leben. Er berichtet vom Leben der Nachkriegsgeneration des Zweiten Weltkriegs und deren Lebensumständen voller Entbehrungen. Aber die Zeiten sind nicht ausschließlich hart, denn der familiäre Zusammenhalt sorgt für viele erinnerungswürdige Momente.“ (Auszug aus Amazon). Der rhetorisch geübte Pressesprecher eines großen Verkehrsbetriebes gab hier zu „Satzung liest!“ sein Debut im Rahmen der Offenen Lesebühnen.
In eine ganz andere literarische Stilrichtung gehen die Arbeiten von Frau Christine Huß. Die symphatische Erzgebirgerin aus Geyer widmet ihre Texte dem Leben in der Heimat. Die in Mundart gesprochenen Gedichte über die Jahreszeiten, über Menschlichkeiten und das Leben im allgemeinen, kamen beim Publikum sehr gut an.
Herr Andreas Haustein, Mitglied der Bergknappschaft Marienberg, in zünftiger Amtstracht gekleidet, setzte in der offenen Lesebühne einen besonderen Akzent. Mit Ausschnitten aus dem Buch „Hinab, die Glocke ruft“ (von Frank Meinel & Klaus Wenzel) reflektiert er gekonnt alte bergmännische Traditionen in die Gegenwart. Die Zuhörer erfuhren von der Verbundenheit bergmännischer Traditionen mit christlichen Werten. Seine Leseprobe „Die Weihnachtsbotschaft macht den Bergmann froh“ – von Klaus Wenzel, erinnerte an die Sehnsucht der Bergleute an das Licht.
Auch Frau Mandy Schubert aus Schlettau wartete wieder mit Geschichten aus ihrem Haus auf. Gekonnt in Szene gesetzt, wortgewandt und vor allem in Mundart schilderte die engagierte junge Frau alltägliche Situationen im Leben mit „vier Kinnern un enn Mo“. Welche Stilblüten sich im Laufe der Jahre so entwickeln können, beschreibt sie in ihren Büchern „Ihr Leit… su is dos“ und „Wer rastet, der rostet“. Ein drittes Buch ist in Arbeit…
Herr Lothar Hofmann aus Flöha zitierte Passagen aus Detlef Köhlers „Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst!“ Mit spitzer Zunge prangert der Erzgebirgsautor unter Anderem den unsäglichen Handywahn unserer jungen Generation an. Herr Hofmann vermochte es durch seine angenehme Dialektik dem Publikum so manchen Lacher zu entreißen.
Den lesenden Ausklang bildete Frau Andrea Lohs aus Satzung. Mit einer auf Tatsachen beruhenden Geschichte von Satzunger Händlern, nahm sie die Zuhörer weit in die Vergangenheit mit.
Zwischen den lesenden Akteuren und als Abschluss verstand es Herr Wolfram Beiermann immer wieder aufs Neue, das Publikum mit seiner natürlichen und unverfälschten Art Lieder von u.a. Anton Günther zu begeistern.
Ein großes Dankeschön an alle Beteiligten und an alle Gäste, die durch solche Abende wie diesen bewiesen haben, wie wertvoll und vielseitig die Literatur im Erzgebirge ist.
„Satzung liest!“ wird im Oktober 2015 eine Neuauflage erfahren, zu wir jetzt schon herzlich einladen möchten.

Hier einige Impressionen (Klick auf´s Bild)

28. März 2015
19:00 Uhr
Hirtsteinbaude Satzung

Am Hirtstein 3
09496 Marienberg OT Satzung

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