Literatur im Erzgebirge - Literatura v Krušných Horách

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Pobershau liest!

31. Januar 2016 ab 14 Uhr
Ausstellungszentrum Böttcherfabrik
RS Dorfstraße 112
09496 Marienberg OT Pobershau
Erzgebirgische Schrammelmusik - Heiner Stephani und seine Hauskapelle

„Schie war´s mit´n Heiner Stephani un dan arzgebergschn Autor´n“ so die einhellige Meinung der ca. 90 „Hies´schen un Uhies´schen“, die am Sonntagnachmittag den Weg in Böttcherfabrik Pobershau fanden. Inmitten der Max Christophschen Gemäldegalerie begegneten sich Literatur, Musik und Malerei . Kaffee, Kuchen und deftige Fettbemm´ animierten auch das kulinarisches Wohlbefinden der Besucher.
Heiner Stephani und seine Hauskapelle sorgten von der ersten bis zur letzten Minute für beste Stimmung. Aber auch unsere drei Erzgebirgsautoren Christina Klose (Warmbad), Hella Müller (Zwönitz) und Peter Kurt Schwindt (Aue) fanden beim Publikum großen Anklang und ernteten kräftigen Applaus.
Die Mischung aus handgemachter Musik und einer breiten Palette literarischer Genres machen die Offenen Lesebühnen der Literatur im Erzgebirge unverwechselbar.
Die Olbernhauer Vollblutmusikanten spielten in Pobershau ein letztes Mal ihr Weihnachtsprogramm, da bekanntlich am 2.2. die Weihnachtszeit endet. Glücklicherweise hat es tagsüber ein wenig geschneit, so dass der Kontrast zum derzeitigen Wetter milde ausfiel. Stücke von Anton Günther und selbstkreierte Kompositionen entfachten einen Applaus nach dem anderen. Höhepunkt war abschließend das Steigerlied, welches traditionell im Stehen von allen mitgesungen wurde.
„Edelfeder“ Christina Klose bediente die Zuhörer mit ihrem erfunden höchst amüsanten Lebenslauf („ihre Schwester war sehr musikalisch – sie ging schon beizeiten flöten…“), einer Geschichte vom frechen Fritzchen und einer Schmunzette über die Silberhochzeitsfeier eines Paares in einem Nachtclub, in dem beide angeblich noch nie waren, aber vom Portier freundlich namentlich begrüßt wurden.
Hella Müller begeisterte das Publikum mit einer lustigen Weihnachtsmarktgeschichte, einer Erzählung, in der sie träumte, einem lieben Menschen seinen Weihnachtswunsch zu erfüllen: er wünschte sich „nichts“. Diese Episode trug sie in hochdeutsch und in Mundart vor. Von ihrem inneren Schweinehund namens „George“ handelte ihre dritte Kurzgeschichte. „George“ schaffte es binnen einer Woche die guten Vorsätze, mehr Sport an der frischen Luft zu treiben und weniger zu essen, über den Haufen zu werfen und so zu verändern, dass Hella letztendlich in ihrem Sportcabriolet mit offenem Verdeck nicht zum deftigen Griechen sondern zum Pizza-Italiener um die Ecke fuhr.
Peter Kurt Schwindt brachte 5 seiner Gedichte zu Gehör, die dem Publikum so gut gefielen, dass ihm seine mitgebrachten Kopien förmlich aus den Händen gerissen wurden. Seine natürliche, verschmitzte aber auch zum Nachdenken anregende Art zu schreiben kam bei der Zuhörerschaft blendend an. Mit Titeln wie „Bewegung“, „Das Verhalten bei Verhältnissen“, „Kindergeburtstag“, „Manchmal höre ich das Atmen der Welt“ und „Nachbarn“ beschreibt er eindrücklich Gedanken und Bilder, die ihm seit langem durch den Kopf gehen.

Die Stunden vergingen wie im Flug und eines ist sicher: Pobershau liest! wird auch im kommenden Jahr wieder hier stattfinden.
Ein herzliches Dankeschön an das Team der Böttcherfabrik, die die ganze Last der Vor- und Nachbereitung bestens gemeistert haben.

Einige Impressionen der Veranstaltung (klick auf´s Bild)

 

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