Literatur im Erzgebirge - Literatura v Krušných Horách

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AUGUSTUSBURG LIEST

„Wir sind auf der Höhe“ hieß es am 2.Oktober im Cafe „Zonos Kaffeehelden“, welches der Bürgermeister der Stadt Augustusburg, Dirk Neubauer, in der Altstadt, Schloßstraße 2 betreibt.
Hier zelebrierte die Offene Lesebühne der Literatur im Erzgebirge „Augustusburg liest!“ ihre bereits dritte Auflage.
Das Interesse an Literatur und am gemeinsamen öffentlichen Lesen mit dem Publikum hat sich seit Jahren in ungezählten Veranstaltungen der Erzgebirgsautoren immer wieder bestätigt, so dass die knapp 40 Zuhörer und Aktiven nicht wunderten.
Ein großes Dankeschön an den Bürgermeister und sein Team, die das Publikum mit ausreichend Beinfreiheit und köstlichen Erfrischungen versorgten.
Als Hausherrn und Bürgermeister oblag es Herrn Neubauer das Publikum zu begrüßen und auf die Veranstaltung einzustimmen.
Der Moderator Rüdiger Kempt, der aus familiären Gründen just an diesem Abend „auf der Höhe“ war, zitierte eingangs ein Geburtstagsgedicht für seine Tochter, die als Zuhörerin das erste Mal eine Offene Lesebühne besuchte.
Nach einer musikalischen Interpretation von Kendy John Kretzschmars „Erzgebirger“, die Lothar Hofmann aus Flöha darbot, las Frau Christina Zehrfeld aus Oelsnitz aus ihrem Buch „ Der exzentrische Maestro Carl. Skurrile Begegnungen mit einem Genie“ vor und brachte mit den Skurrilitäten das Publikum zum Schmunzeln.
Im Anschluss betrat Frau Iris Schürer aus Niederwürschnitz die (gedachte) Lesebühne und erfreute die Zuhörer mit Gedichten, die das Leben (be-)schreiben: „Wartezimmer“, „Nach dem Schlaganfall“, „Die letzte Stunde“, „Grauer Star“, „Leben annehmen“ u.v.a.
Eine Auswahl ihrer Gedichte finden Sie auch im Lesesaal auf unserer Homepage unter http://literatur-im-erzgebirge.de/lesesaal/oktober-2014.html.
„Deutschland am Morgen“ – die zweite musikalische Einlage von Lothar Hofmann erinnerte aus satirischem Blickwinkel an den kommenden Feiertag, an dem sich die Deutsche Einheit zum 25. Mal jährt.
Horst Bade aus Oranienburg, der sein Herz an unsere Heimat verloren hat, begeisterte die Zuhörer mit seinen Gedichten über Augustusburg, Annaberg-Buchholz und dem Frohnauer Hammer. Er setzt in seinen Werken selbst Gesehenes in gereimte Worte um und schenkt uns „Hies’schen“ einen neuen Blick auf unser Erzgebirge.
Im Anschluss daran las die Vorsitzende des Augustusburger Kulturfördervereins, Frau Vicky Müller-Bärmig, aus dem Nachlass ihres Schwiegervaters vor, der ein viel geachteter Lehrer in der Stadt war.
Lothar Hofmanns „Blumengarten der Gelassenheit“ brachte zustimmendes Kopfnicken des Publikums hervor, spricht, vielmehr singt der Gitarrist hier von wirklichen Prämissen im Leben. Reinhold Lindner las aus einer literarischen  Reflexion zu dem plastischen Kunstwerk  "Die Flut" von Ralph Siebenborn, das gegenwärtig in der Kunstausstellung des Kulturraums  Erzgebirge-Mittelsachsen im Schloss Augustusburg gezeigt wird - tatsächlich also ganz auf der Höhe. Frau Erika Ranft, die Tochter des früheren Besitzers der Schlossgaststätte erzählte aus ihren Erinnerungen an die Burg bis 1945. Viele Veränderungen, gute und bedauerliche, machen die Burg zu dem, was sie heute ist: eine der „Drei Schönen“. Eine ganz andere Thematik brachte Lothar Hofmann im Anschluss zur Sprache: seltsame Auswüchse der Liebe – „Mädchen, zu schade für mich…“ Das Publikum spendete viel Applaus für die Kreativität des Musikers. Heimatliche Gedichte im Blickwinkel von 1968 bis 1989 brachte Frau Anita Keil aus Voigtsdorf zu Gehör. Gepaart mit Poesie („Sterbender Neumond“, „Wunschtraum“, „Harmonie mit sich selbst“) gestaltete Frau Keil den Abschluss mit einer Interpretation in die Gedankenwelt J.S. Bachs. Der Bürgermeister Herr Neubauer ließ es sich nicht nehmen, als Schlusswort drei seiner eigenen Bloggs vorzulesen, die mit Satire die heutigen politischen Umstände auf’s Korn nehmen. 

Amüsantes, Nachdenkliches, Heimatliches, Biographisches, Kritisches, Historisches, modernes Blogging, Musikalisches und Poetisches – die Kombination aller Facetten des literarischen Schaffens machen die Offenen Lesebühnen der Literatur im Erzgebirge zu einem unverwechselbaren Erlebnis.

Ein herzliches Dankeschön an alle Aktiven, allen Zuhörern und den fleißigen Händen im Hintergrund.

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Bilder, Rückblicke und Kommentare zu den offenen Lesebühnen gibt´s hier

KrimiLeseTour 2017 - das deutsch-tschechische Gemeinschaftsprojekt "Schatten über dem Erzgebirge" stellt sich der Öffentlichkeit vor. Alle Infos hier JETZT NOCH AKTUELLER: MIT RÜCKBLICK!!

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