Literatur im Erzgebirge - Literatura v Krušných Horách

Erste Offene Lesebühne "Lößnitz liest"

(Beitrag von TEXTBASIS Lektorat Sebastian Schmidt)

Einen Tag nach dem historischen Sieg unserer Nationalmannschaft gegen die Brasilianer bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 war es am 09.07.2014 in Lößnitz an der Zeit, die erste Offene Lesebühne abzuhalten.

Schon im Vorfeld (http://www.freiepresse.de/LOKALES/ERZGEBIRGE/AUE/Mit-eigenem-Text-auf-die-Lesebuehne-artikel8886735.php) als auch im Nachgang (Bitte verlinken: http://www.freiepresse.de/LOKALES/ERZGEBIRGE/AUE/Premiere-mit-tiefsinnigen-Versen-und-lustigen-Mundartgedichten-artikel8906889.php und http://www.kabeljournal.de?id=nachrichten_kj&nid=69031&single=1) zeigten sich Presse und Autoren interessiert an der Veranstaltung. Aus diesem Grund erklärte sich die Stadt Lößnitz gern bereit, die erste Offene Lesebühne im neu errichteten Muhme-Campus stattfinden zu lassen. Organisiert von der Stadtbibliothek Lößnitz und vom Lektorat Textbasis aus Lößnitz konnte unsere Veranstaltungsreihe also nun auch in Lößnitz durchgeführt werden.

Allen guten Hoffnungen zum Trotz wollte das Wetter an diesem Tag jedoch nicht so mitspielen, wie es sich alle erhofft hatten. Der Dauerregen vom Vortag ließ zwar nach, aber bei 13 Grad im Freien entschied man sich dafür, die Veranstaltung schweren Herzens vom Muhme Campus in den Saal Erdgeschoss im Bürgerhaus zu verlegen.

Dort allerdings ging es dann frohen Mutes und bester Dinge ans Eingemachte. Unter der musikalischen Begleitung von Jonas Kartach, einem 13-jährigen Schüler aus Lößnitz, der unter anderem selbstkomponierte Stücke am E-Piano vortrug, lasen fünf Autorinnen und Autoren aus ihren Werken sowie die Siegerin des diesjährigen Lesewettbewerbes der Klassen 3 und 4 aus ihrem Lieblingsbuch.

Den Anfang machte Karina Kartach aus Lößnitz, die aus ihrem Buch „Wendelin, der Glockenwurm“ vortrug und dabei den Zuhörern die Geschichte des Lößnitzer Bronze-Glockenspiels einmal auf ganz andere Weise vorführte. Im Anschluss daran las Sylvia Bialon aus ihrem Debütroman „Deep Dark Rose. Blume der Finsternis“ und es wurde mystisch und spannend, als sie Oscar Wildes Dorian Gray darin eine zweite Chance gab. Den Abschluss der ersten Hälfte bildeten die Liebesgedichte und vorgetragenen Lieder von Marianne Müller aus Hohndorf. In ihren einfühlsamen Versen versanken einige Zuhörer ins Schwelgen und nicht wenige berichteten nachher von einer angenehmen Gänsehaut.

Nach der Pause, in der für eine kleine Erfrischung gesorgt worden war und in der viele Zuschauer mit den Autoren plauderten, ging es weiter in die zweite Hälfte des Programms. Erneut unter musikalischer Begleitung von Jonas Kartach eröffnete Jule Löps aus Lößnitz. Die Siegerin des diesjährigen Vorlesewettbewerbes las aus ihrem Lieblingsbuch „Lola in geheimer Mission“ und begeisterte die Zuhörer durch ihre gekonnte Betonung und ihre Abgeklärtheit. Anschließend trug Matthias Fritzsch aus Zwickau heitere Gedichte in westerzgebirgischer Mundart vor und sorgte mit seinem treffsicheren Humor und scharfer Beobachtungsgabe für viel Gelächter und gute Laune im Saal. Auf ihn folgte Horst Bade aus Oranienburg bei Berlin. Er präsentierte zwei erzgebirgische Sagen, die er speziell zu diesem Zweck in die Reimform gebracht hatte. Der Autor mit der tiefen Faszination für das Erzgebirge erzählte vom Reiter ohne Kopf und von der Sage der Burg Hassenstein. Danach wurden die Anwesenden vom Steigermarsch in typisch erzgebirgischer Manier verabschiedet.

Die Vielfalt der vorgetragenen Werke und das aufmerksame Publikum machten ganz deutlich, dass die Literatur im Erzgebirge reichhaltig ist und Qualität besitzt. Gemeinsam mit den Veranstaltern freuen wir uns auf die 2015 stattfindende zweite Runde der Offenen Lesebühne in Lößnitz; dann allerdings bei hoffentlich schönerem Sommerwetter.

Glück Auf!

 

News

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