Literatur im Erzgebirge - Literatura v Krušných Horách

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Thalheim liest!

Was könnte sie uns alles erzählen, die Treppe in der alten Villa.
Majestätisch - jedoch schweigend - präsentiert sie sich uns…
(Auszug eines Gedichtes unserer Erzgebirgsautorin Rosemarie Arnold)

Die Neukirchner Villa und Literatur im Erzgebirge füllten das Treppenhaus mit Geschichten aus den Federn unserer Erzgebirgsautoren. Mehr als 30 literaturbegeisterte Bürger erhielten einen Einblick in die mannigfaltigen Facetten der Literatur im Erzgebirge. Fünf Autoren und zwei Gastleser sowie Sterni und Freunde gestalteten das zweistündige literarisch-musikalische Programm.
Den Auftakt machte der Moderator Rüdiger Kempt mit dem Gedicht der Erzgebirgsautorin Rosemarie Arnold „Das Geheimnis der Treppe“. In diesem Text wird eindringlich und emotional berichtet, auf welche Geschichten die Treppe der Neukirchner Villa zurückblicken kann und muss.
„Obdumalbittemir“ heißt der Protagonist der heiter-satirischen Geschichten von Hella Müller (Zwönitz). 40 Jahre verheiratet, Höhen und Tiefen des Lebens gemeinsam durchgestanden, den Begriff der „friedlichen Koexistenz“ ins Privatleben projektiert – das alles erlebte und erlebt die Familie Anders in den Texten der fröhlichen Zwönitzerin.
„Naja, das is numol esso…“ Sterni griff sofort den Tenor der eben gehörten Geschichten auf und ergänzte das Stimmungsbild mit seinem gleichnamigen Song.
Der Thalheimer Steffen Schwind berichtete aus seiner Lehrzeit, wie er von seinen Vor- und Ausbildern wichtige Lektionen für das Leben mit auf den Weg bekam und konnte so manche Lacher für sich verbuchen.
Der Preisträger des Nachwuchsförderpreises der Literatur im Erzgebirge 2015 in der Kategorie Epik Altersklasse 19-21, Tobias Wetzel, setzte die Lesereihe fort und überzeugte das Publikum von seiner Schreibkunst mit seinen Geschichten „Der Mann mit dem Sprung in der Schüssel“ sowie dem Preisträgertext „Der Meisterreparateur“.
Mit dem Klassiker „Igel Max“ sorgten Sterni und Freunde für musikalische Abwechslung und leiteten passenderweise den Lesebeitrag von Frau Katrin Effenberger, der Leitzerin der Stollberger Tierschutzstation, ein, die den Zuhörern von einem Elsterküken erzählte, welches in der Obhut von Menschen neugierig die Welt erforscht und den Alltag auf den Kopf stellt.
Christina Klose, die Wahlerzgebirgerin aus Frankfurt/ M., die zu dieser Lesung ihr einjähriges Jubiläum mit der Literatur im Erzgebirge begang, nutzte ihre Lesezeit, die rhetorische Frage zu stellen: „Sollten wir sie lieben, diese Welt?“ Hans-Dieter Hüsch, dessen Werk zitiert wurde, Christina Klose und das Publikum waren sich einig: „Wir sollten es üben!“ Im Anschluss daran erinnerte Frau Klose an die Greuel des Krieges und den Folgen der Vertreibung aus ihrem Buch „Ein Zuhause ist noch keine Heimat“. Nie wieder sollten Menschen das erleben müssen, was die Autorin auf ihrem Lebensweg erfahren musste. Und dennoch ist sie immer wieder aufgestanden…
Genau wie das Leben eine Mischung aus Leid und Freud ist, so sind auch die Themen der Literatur. Gedichte aus drei Bänden präsentierte uns Iris Schürer. Bewegend, stimmungsvoll, niederschmetternd und himmelhoch jauchzend kommen sie daher, die Liebegedichte der Niederwürschnitzerin, die es ausgezeichnet versteht, Gefühle in Worte zu fassen.
Auszug aus „Die Liebe das ewige Spiel“ (Gedichtsband „60plus“)
„Stell‘ mir vor, ich könnte mich verlieben, wie, als ich siebzehn war!
Die Träume, die mich damals trieben, sind eher im Leben jetzt rar…“
Frau Sigrid Ludwig aus Schwarzenberg präsentierte ihr Romandebüt zur Offenen Lesebühne „Thalheim liest!“. Nachdem sie sich einige Zeit mit Texten aus dem Leben beschäftigt hat, wagte sie sich nunmehr an einen mittelalterlichen Roman, der sich mit dem Leben einer Magd der damaligen Zeit beschäftigt. Wir hoffen auf eine baldige Veröffentlichung und weitere Textpassagen in den nächsten Offenen Lesebühnen.
Ein bunt gemischter literarisch-musikalischer Abend, der sichtlichen Zuspruch beim Publikum fand, ging mit einigen abschließenden Liedern aus dem umfangreichen Repertoire von Sterni und Freunden zu Ende.
Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten, dem Team der Neukirchner Villa und dem Publikum!
Wir freuen uns auf die nächste Offene Lesebühne der Literatur im Erzgebirge am 18.6.2015 in der Bergkirche zu Annaberg-Buchholz. Die Termine finden Sie auf unserer Homepage.

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"e arzgebirgsches Madl" - Luisa Weinhold hat mit ihrem Gedicht "südwärts" zum Nachwuchsförderpreis 2016 gepunktet. Hier in voller Länge.

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KrimiLeseTour 2018 - das deutsch-tschechische Gemeinschaftsprojekt "Schatten über dem Erzgebirge II" stellt sich der Öffentlichkeit vor. Alle Infos hier!

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