Literatur im Erzgebirge - Literatura v Krušných Horách

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Das Zeis Planetarium mit Volkssternwarte in Drebach war Gastgeber zur offenen Lesebühne „Drebach liest“ am 23. September 2015. Ein besonderes angenehmes Flair für eine Lesung unserer Erzgebirgsautoren der Literatur im Erzgebirge und Zitherklängen von Thomas Baldauf aus Oberwiesenthal.

Es konnte keine schönere Einstimmung geben,als die Geschichte vom Sandkorn. Ein Sandkorn langweilte sich unter seinesgleichen. Da trug der Wind das Sandkorn fort an einen anderen Ort. Was dann alles geschah, erzählte uns Christina Klose aus Warmbad. Auch berührte uns klein Lena sehr. Sie stellt die Frage, gibt es einen Gott oder nicht? Sie möchte wissen, wie es Gott geht, ob er eine Brille trägt, ob er jung oder alt? Eine Glücklose Wanderung beschreibt, wie sie wanderte, um am Morgen dem Glück zu begegnen. Liebe ist Sonne und Regen; Liebe nimmt und gibt, trennt und zerfließt; Liebe ist Tag und Nacht, Qual und Glück, Engel und Teufel. Liebe ist immer! Ich liebe Dich! Verlass den Pfad des Labyrinth`s und du wirst Erkennen den Pfad der Liebe.

Dagegen stimmte uns Sigrid Ludwig aus Schwarzenberg auf die Klage des Ehemannes ein. Sie wartet auf das Lied, das ihr den Tag verdirbt: Was soll ich heute kochen? Na, dann müssen wir eben fasten, denn man sollte ja im Zorn nichts tun, ist ihre Meinung! Das im Erzgebirge freitags „Badtag“ ist, kennt fast jeder noch von uns und die Enkel ganz nackig wie Gott sie gemacht, sich im Bad vergnügten. Auch unsere Umwelt macht ihr Sorgen. Was wäre wenn? Unsere Erde ist toll! Aber, finden unsere Enkel sie auch noch toll?

Vater schreib`s auf! Diesem Wunsch seiner Kinder folgt Siegfried Schlottig aus Zschopau. Am 20. April 1943 waren Anglo-amerikansiche Bomber im Anflug auf Stettin. Die Leute hasteten alle in eine Richtung, den zentralen Luftschutzkeller von Podejuch. In der Menschenmenge zog sein Vater einen Handwagen. Im Handwagen hockte seine Mutter mit ihm auf dem Bauch und einen Koffer mit den wichtigsten Dokumenten zwischen den Knien. Er war vier Tage alt. Die Menschen rannten um ihr Leben.

Aus Ehrenfriedersdorf war Barbara Leukefeld das erste Mal zur offenen Lesebühne gekommen. Ihr Baum in ihrem Forstrevier im Greifensteinwald war eine Tanne. Es war eine von vielen, schon über 100 Jahre alt. Die Tanne unter vielen anderen Bäumen war verkümmert. Man entschloss sich in Zukunft die Tanne zu „Bemutteln“.

Zum Schluss des Abends verdunkelte Jens Kandler, der Leiter des Planetariums, den Raum. An der 200 Quadratmeter großen Planetariumskuppel erstrahlt der Sternenhimmel in fast natürlicher Pracht. Ein modernes Zeiss-Planetarium ermöglicht die Reise in die Welt der Sterne. Dazu spielte Thomas Baldauf einfühlsam auf seiner Zither.

Welch ein Erlebnis! Danke für diesen schönen Abend.

News

"e arzgebirgsches Madl" - Luisa Weinhold hat mit ihrem Gedicht "südwärts" zum Nachwuchsförderpreis 2016 gepunktet. Hier in voller Länge.

Bilder, Rückblicke und Kommentare zu den offenen Lesebühnen gibt´s hier

KrimiLeseTour 2018 - das deutsch-tschechische Gemeinschaftsprojekt "Schatten über dem Erzgebirge II" stellt sich der Öffentlichkeit vor. Alle Infos hier!

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