Literatur im Erzgebirge - Literatura v Krušných Horách

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Satzung liest!

Ein rauhes Lüftchen weht fast immer hier oben in Satzung, denn hier befindet sich eines der faszinierendsten Naturdenkmäler Europas. Der riesige Basaltfächer etwas unterhalb des Gipfels zeugt noch heute von den einstigen vulkanischen Aktivitäten des Berges.
Die karge Erzgebirgslandschaft hat das Leben der Menschen am Erzgebirgskamm geprägt. Dies spiegelt sich besonders in den Gedichten, Geschichten und Liedern unserer zahlreichen Heimatdichter und Volkskünstler der Region Mittleres Erzgebirge wider.
Und so bleiben Brauchtum und Tradition einer Region nur dann erhalten, wenn sich die Menschen zu ihnen bekennen und wenn es gelingt, sie immer wieder ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.
Dort, wo der 890 hohe Hirtstein steil bergab fällt, lädt die Hirtsteinbaude zur Einkehr ein. Und so begibt sich „Literatur im Erzgebirge“ mit der offenen Lesebühne nach Satzung. Musikalisch wird die Offene Lesebühne begleitet von Thomas Baldauf, der seiner Zitter faszinierende Klänge zu verlocken vermag.

Denk(T)mal an wir lesen – Satzung liest!

Einen vielseitigen Abend im gemütlichen Ambiente der Hirtsteinbaude erlebten am 24.10.2015 ca. 40 Zuhörer aus Nah und Fern. Die vollbelegte Gaststube war wieder einmal Schauplatz der Offenen Lesebühne der Literatur im Erzgebirge „Satzung liest“. Passend zum Flair wurde die Veranstaltung begleitet durch den Zithersolisten Thomas Baldauf aus Oberwiesenthal, der die Runde musikalisch eröffnete.

Den Auftakt machte Christina Klose (Warmbad), die Heinz Erhardt Passagen zum Besten gab und damit für Lacher sorgte. Auch in ihrer Geschichte über das Älterwerden und die damit einhergehende Vergesslichkeit verstand es die gestandene Autorin, Humor und Ernsthaftigkeit des Themas zu verbinden.

Horst Bade (extra angereist aus den fruchtbaren Tälern des Erzgebirgsvorlandes) aus Oranienburg begeisterte das Publikum mit seinen Gedichten über die Erzgebirgler, dem Hirtstein und dem Rudolph-Schacht in Lauta. Untermalt mit leisen Zitherklängen waren die erzgebirgischen Gedichte in nichterzgebirgischer Sprache, ein akustisches Kunststück. Im Anschluß daran probierte sich der Hobbyautor im Vorlesen eines Textes auf „arzgebargsch“, was er zur Begeisterung des einheimischen Publikums mit Bravur gemeistert hat.

Lothar Hofmann aus Flöha klärte in einer Kurzgeschichte auf, welche Schwierigkeiten sein Name bei Behördengängen macht. „Hoffmann mit zwei F“ – „Aha. Also Hofmann!“ Der Flöharaner besucht regelmäßig die Offenen Lesebühnen, weil die familiäre, ungezwungene Atmosphäre der Veranstaltungen immer wieder sein Verständnis von Tradition trifft.

Die Möglichkeit, auch als Nichtautor, sich lesend zu beteiligen, nutzten an diesem Abend gleich zwei Gäste. Mario Thiele erinnerte die Zuhörer aus dem Stehgreif an die Geschehnisse um Satzung und Ulmbach während des Schwedenfeldzuges. Von Mario Thiele ist in naher Zukunft noch einiges zu erwarten, so versprach der gebürtige Satzunger. Die Reitzenhainerin Monika Marx brachte eine Fabel vor, welche sie selbst begeistert hat und in ihr ein Frosch den Erfolgsweg eines Menschen begeht.

Zwischen den Vortragenden las auch der Moderator Rüdiger Kempt Fundstücke aus dem Internet vor. „Streit der Organe“, „Arche Noah im 21. Jahrhundert“ und „Verständnis zwischen Mann und Frau“ passten in das Flair des Abends.

Unser Dank gilt allen Lesern, allen Zuhörern, dem Zithersolisten Thomas Baldauf und nicht zuletzt dem Team der Hirtsteinbaude, die sich bestens um das Wohl der Gäste befleißigten.

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