Literatur im Erzgebirge - Literatura v Krušných Horách

 Unbenannt

Die letze Offene Lesebühne des Jahres immer in der Baldauf Villa Marienberg, dem Kulturzentrum im Mittleren Erzgebirge.

Marienberg liest!
Nachweihnachtlich betrachtet

Traditionell wurde Marienberg liest! am 29.12.2015 als letzte offene Lesebühne des Jahres durchgeführt. Im wunderschön geschmückten und durch Kaminfeuer erwärmten Foyer der Baldauf Villa konnten ca. 30 Marienberger und Gäste die literarische Veranstaltung genießen. Musikalisch unterstützt wurden die Leser durch Sterni und Freunde, die Auszüge ihres vielfältigen Repertoires zum Besten gaben. Egal ob sinnlich-melancholisch oder frech-fordernde Melodien und Texte, Klezmer, russische Weisen, Erzgebirgsfolk oder Traditionelles, Stefan „Sterni“ Mösch als Frontmann, Michael Schönfelder, der Multiinstrumentalist, sowie der Percussionsexperte Bert Baldauf alias „Trommelbert“ überzeugten das Publikum vor, zwischen und nach den Leseabschnitten.
Mandy Schubert aus Scheibenberg weiß in ihren drei Büchern überzeugend zu berichten, dass der Wahn der neumodischen Begrifflichkeiten in jede Familie Einzug hält, vor allem, wenn Teenager im Haus leben. Über den täglichen Überlebenskampf im Teenagerdschungel berichtet Mandy Schubert eindrucksvoll in ihrer heimatlichen Mundart, in der sie alle ihre Werke verfasst. Dass da kein Auge trocken bleibt, ist garantiert.
Lothar Hoffmann aus Flöha gab eine Geschichte zum Besten, bei der sein vermeintlich einfacher Name zu einer Reihe außergewöhnlichen Überlegungen führt, um dem Beamtentum die Frage nach „Hoffmann“ mit zwei „F“ zu vereinfachen oder vielleicht doch etwas zu düpieren…?.
Ein Leser aus dem Publikum stellte sich als Peter Kurt Schwindt aus Aue vor und erstaunte die Zuhörer mit drei selbstgeschriebenen Gedichten „Meine Haut“, „Das halbe Ganze“ und „Kleine Träumerei“. Einfühlsam und doch eloquent beschreibt er seine Empfindungen und wandelt sie in Lyrik um.
Den Heimvorteil nutzend, ließ es sich Constanze Ulbricht auch nicht nehmen, Episoden aus einem Spiegel Bestseller zu präsentieren. Die Schnarcherei, beispielsweise, beschäftigt nahezu jedes Paar und führt zu exotischen nächtlichen Aktivitäten, das lautstarke Etwas neben sich in die Sachranken zu weisen…
Ein weihnachtliches erzgebirgisches Gedicht aus Kühnhaide und die Geschichte vom Lametta brachte der Moderator Rüdiger Kempt aus Marienberg zum Vortrag. In letzterer mangelte es zu Weihnachten an besagtem Lametta, was dann gewöhnliches Sauerkraut ersetzte um dann eine Woche später, zu Silvester, wieder seiner eigentlichen Bestimmung zugeführt zu werden. Zu späterer Stunde kam noch eine abgewandelte Form von Schillers Ballade „Der Taucher“, nämlich „der behmische Taucher“ zum Vortrage.
Mandy Schubert, nicht nur Autorin, sondern auch noch Konditormeisterin, spendierte der Zuhörerschaar noch einen selbstgemachten Stollen, der bis auf den letzten Krümel vom Tablett verschwand.

So konnte in gemütlichem Ambiente die Saison 2015 der offenen Lesebühnen der Literatur im Erzgebirge einen würdigen Abschluss finden. Aber auch 2016 erwartet die Literaturinteressierten wieder eine abwechslungsreiche Mischung aus erzgebirgischer Schreibkunst und handgemachter Musik. Neue und traditionelle Leseorte versprechen wieder viele interessante und gemütliche Stunden im Zeichen der Literatur im Erzgebirge.

hier ein paar Impressionen (Klick auf´s Bild)

 

 

News

"e arzgebirgsches Madl" - Luisa Weinhold hat mit ihrem Gedicht "südwärts" zum Nachwuchsförderpreis 2016 gepunktet. Hier in voller Länge.

Bilder, Rückblicke und Kommentare zu den offenen Lesebühnen gibt´s hier

KrimiLeseTour 2018 - das deutsch-tschechische Gemeinschaftsprojekt "Schatten über dem Erzgebirge II" stellt sich der Öffentlichkeit vor. Alle Infos hier!

Herzlich Willkommen im Kreis der Erzgebirgsautoren
Monika Tietze, Dieter Schönherr, Katrin Albrecht, Werner Katzschner

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