Literatur im Erzgebirge - Literatura v Krušných Horách

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Zwönitz liest!
Feinstes handgeschöpftes Büttenpapier war bis zur Stilllegung des Betriebes im Jahr 1973 das Aushängeschild der Papiermühle Zwönitz. Heute genießt man das Flair vergangener Zeiten, denn die historischen Produktionsanlagen wurden in liebevoller Kleinarbeit restauriert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
In dieses Ambiente tauchte die Literatur im Erzgebirge nunmehr am 21. August 2015 zum 4. Mal ein und hieß Erzgebirgsautoren und literaturbegeisterte Bürger zur Offenen Lesebühne „Zwönitz liest!“ in den urigen Räumlichkeiten des Technischen Museums herzlich willkommen.
Christine Huß (Geyer) berichtet über die Lebensuhr, die sich dreht und dreht, den Augenblick im Leben, über einen alten Baum und was er uns alles erzählen könnte oder was so ein altes Mütterchen alles erlebt hat. Aber auch über ein Haus voller Musik, was den Menschen froh macht.
Ein Bilderbuchsommer inspirierte Hella Müller (Brünlos) über einen Sommernachtstraum zu schreiben. Sie ist überzeugt, zum Glück gehören immer zwei, meint aber auch, dass sie unter dem Eichhörnchensyndrom leidet. Sie beschreibt darin ihre Sammelleidenschaft von Puppenstuben. Sie fühlt sich wohl dabei, aber ob ihr Mann das auch so sieht?
Der Ausstellungsraum der Künstlerin Antje Henkel (Zwönitz) war gleichzeitig der Leseraum der offenen Lesebühne in Zwönitz und so ließ sie es sich nicht nehmen selbst zu lesen. Ihre zwei Kinder erzählen Geschichten und malen gern. Anke Henkel hat die Kinderzeichnungen in Collagen gebracht und „Otto Kleinkariert“ erzählen lassen, was alles so einmal war.
Soeben erschienen! das neue Buch von Erzgebirgsautorin Christina Klose (Warmbad) „Eine Träne für Dich – Aus dem Tagebuch einer Stiefmutter“. Als Vera plötzlich in das Leben des Kindes tritt, spürt er nicht nur ihre mütterliche Liebe, sondern wird mit dem Versprechen erzogen: "Ich möchte Dir nur helfen, groß zu werden. Sie las daraus die Episode „Das erste Mal“ und stellte die Frage, ob die neue Mutter alles richtig macht?
Aus Oranienburg war der ins Erzgebirge „verliebte“ Horst Bade extra angereist und trug seine neueren Gedichte über das Zisterzienserkloster in Grünhain, das Mönche hier erbaut haben. Auch der Scheibenberg mit seinen Orgelpfeifen aus Basalt oder die Sage vom Ritter Georg aus Schwarzenberg und dem Lindwurm hatten es ihm angetan.
Museumsleiter Eckhard Stölzel (Zwönitz) konnte aus eigene, Erleben in Mundart berichten, wie er eigentlich den kleinen Vogel fangen wollte, der sich im Museum versteckt hatte. Die Fliege, die ihn dabei störte, war ihm sehr lästig. So musste er die Hilfe eines Fachmannes anfordern.
Bergmännische Geschichten und Bräuche sind das Steckenpferd von Jens Hahn (Zwönitz). Seine Geschichte spielt um das Jahr 1668. Ein aufsässiger Bauernlümmel wollte nicht einsehen, dass auf seinem Grund und Boden nach Bodenschätzen gegraben werden sollte. Er fand sich demzufolge in der Amtsstube des Dorfrichters wieder.
Auszüge aus ihrem Roman las Ramona Heber (Lößnitz). Der 40 jährige Steven wacht neben einer fremden Frau auf. Er lag auf einer Krebsstation neben einem Mädchen, das jünger war wie er und gerade eine Chemotherapie erhalten hatte und trotzdem nicht aufgab. Eine bedrückende Geschichte die die anwesenden Zuhörer sehr bewegte und nachdenklich stimmte.
Unsere Erzgebirgsautorin Sigrid Ludwig (Schwarzenberg) war mit der Fliege im Bierglas beschäftigt und erzählte in erzgebirgischer Mundart, was denn so alles in einer Küche passieren kann.
Musikalisch begleiteten Sterni & Freunde passend zu den einzelnen Beiträgen unserer Autoren. Stefan (Sterni) Mösch (Liedermacher) schreibt in seinen zum Teil überwiegend erzgebirgischen Texten, wie kaum ein anderer sozialkritisch über die heutige Zeit. Er singt trozdem über sein Erzgebirge: Do bie iech drham!
Und so war der Abend in der Papiermühle Zwönitz wieder einmal mehr ein gemeinsamer Abend der Begegnungen. Begegnungen unserer Erzgebirgsautoren mit erzgebirgischen Liedermachern, den zahlreich erschienenen Zuhörern und der Literatur im Erzgebirge der Baldauf Villa in Marienberg.
Wir danken der Stadtverwaltung Zwönitz, das wir zu Gast sein durften in einem bedeutenden technischen Denkmal des Weltkulturerbes der Montanregion Erzgebirge.

News

Regina Grohmann, die "Märchenoma" aus Zschopau hat sich "Gereimtes zu Ostern" einfallen lassen. Zu lesen im Lesesaal April 2018

Bilder, Rückblicke und Kommentare zu den offenen Lesebühnen gibt´s hier

KrimiLeseTour 2017 - das deutsch-tschechische Gemeinschaftsprojekt "Schatten über dem Erzgebirge" stellt sich der Öffentlichkeit vor. Alle Infos hier JETZT NOCH AKTUELLER: MIT RÜCKBLICK!!

Herzlich Willkommen im Kreis der Erzgebirgsautoren
Monika Tietze, Dieter Schönherr, Katrin Albrecht, Werner Katzschner

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