Literatur im Erzgebirge - Literatura v Krušných Horách

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26. Februar 2016 um 20 Uhr
Lengefeld liest!
Kulturcafé
Lehngasse 2
09514 Pockau-Lengefeld OT Lengefeld.
Blues, Jazz und freie Improvisation - Michal Müller auf seiner Zither

Das Kulturcafe – ein Kleinod der Bergstadt Lengefeld

„Was für ein Abend!“ sagten sich die über 30 literaturbegeisterten Lengefelder, als weit nach 23:00 Uhr die Lichter im Kulturcafé verloschen. Der für kulturelle Höhepunkte im Kleinformat wie geschaffene Raum am Lengefelder Marktplatz, wurde von Christian Keilig und seinem Team bestens für die offene Lesebühne präpariert. Die Zuhörer wurden mit Schnittchen, Knabbereien, Obsttellern und Getränken versorgt, während Michal Müller aus Varnsdorf (CZ) für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung sorgte. Er beeindruckte das Publikum in unglaublich einfühlsamer Weise von den klanglichen Möglichkeiten einer Zither. Gänsehaut-Titel wie „Krouzeni“ , am Besten zu hören mit geschlossenen Augen oder „lavecna“ hallen noch lange nach. Ebenso fasziniert waren die Zuhörer von den Texten der Erzgebirgsautoren. Stefan Tschök aus Chemnitz stellte sein Buch „Die Feuerschlange“ vor. Authentisch und einfühlsam erzählt er in seinem autobiographischen Roman von den kleinen und großen Freuden und Tragödien im Leben zweier Familien in herausfordernden Zeiten des Umbruchs. Moderator Rüdiger Kempt nutzte die Gelegenheit und stellte Gedichte und kurze Geschichten von Erzgebirgsautoren der Literatur im Erzgebirge vor. So z.B. kamen Gedichte von Peter Kurt Schwindt, Christina Klose und Dieter Fritzsche zum Vortrag. Die 15jährige Linda Herz aus Lengefeld zitierte Juliane Fischers „Ein neuer Weg“, ein Preisträgertext des Nachwuchsförderpreises der Literatur im Erzgebirge 2014. Emotional ergreifend ging es zu, als Michal Müller den Moderator beim Vortrag eines weiteren Preisträgertextes begleitete. „Die Geschichte eines Fotos“ von Annemarie Klamm aus Pobershau beschreibt das Leid und die Angst der Flucht vor Krieg. Passend in die heutige Zeit und ein Zeichen der Solidarität mit echten Flüchtlingen, wie dem 23jährigem Mohammar aus Iran, der sich unter dem Lengefelder Publikum befand und an diesem Abend sicherlich einiges über deutsche Kultur mitnehmen konnte.
Theatralisch ausdrucksstark ging Christian Keilig ans Werk, als er eine Geschichte aus Heinz Ratz „Der Mann, der stehen blieb“ vorlas; eine fantastische Perfomance der Textpassagen, gekonnt mit Gestik und Mimik in Szene gesetzt. Abschließend nutzte Stefan Tschök noch einmal die Gelegenheit und las seine literarische Miniatur „Geschmack der Kinderjahre“ vor. Eine Sommergeschichte, bei der man, wenn man sich darauf einlässt, wahrhaft die heiße Sommersonne, den trockenen Staub und den rinnenden Schweiß spürt.
Ein herzliches Dankeschön an das Team um Christian Keilig für das herrliche Ambiente, an Herrn Tschök für seine und an die zitierten Autoren für ihre Texte, an Michal Müller für die traumhafte musikalische Unterstützung und nicht zuletzt an das Publikum für den aufrichtigen Applaus und die Spenden für weitere Projekte der Literatur im Erzgebirge.
Die offene Lesebühne der Literatur im Erzgebirge aus dem Hause Baldauf Villa Marienberg, wird auch im kommenden Jahr wieder Station in Lengefeld machen.

Hier ein paar Impressionen des Abends (Klick auf´s Bild)

News

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Bilder, Rückblicke und Kommentare zu den offenen Lesebühnen gibt´s hier

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Monika Tietze, Dieter Schönherr, Katrin Albrecht, Werner Katzschner

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