Literatur im Erzgebirge - Literatura v Krušných Horách

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21. September 2016 um 19 Uhr
Drebach liest!
Zeiss Planetarium mit Volksternwarte
Milchstraße 1
09430 Drebach
Böhmisch-sächsische Erzgebirgslieder - Christoph Rottloff

Dieser Termin stand seit langem besonders dick vermerkt im Kalender: die Organisatoren der "Literatur im Erzgebirge" hatten für die offene Lesebühne, die am 21. September 2016 stattfinden sollte, die Milchstraße 1 in Drehbach gewählt! An dieser Stelle befindet sich die Volkssternwarte Drebach mit Zeiss-Planetarium und Sternwarte - unsere Erzgebirgsautoren und mehr als zwanzig interessierte Zuhörer inmitten des „unendlichen Universums“!

Rüdiger Kempt, Koordinator der „Literatur im Erzgebirge“, hieß alle Anwesenden ganz herzlich Willkommen. Danach betrat Christoph Rottloff aus Drehbach, dem einen oder anderen auch als Bandmitglied von „Wind, Sand&Sterne“ bekannt, die Bühne.
Seine Lieder in erzgebirgischer Mundart, begleitet mit Gitarre bzw. Ziehharmonika, standen in erfrischendem Kontrast zum futuristischen Inneren des Planetariums.

Den ersten literarischen Beitrag lieferte Rüdiger Kempt. Er trug zwei von der langjährigen Erzgebirgsautorin Iris Schürer verfasste Gedichte vor. „Der Himmel“, passend zum Leseort und „Heute. Noch vor ernsteren Tagen“ repräsentieren die Sprachkunst der Autorin.

Herrn Dr. Jürgen Arnolds Erstlingswerk „Das Mirakel von Ui“ war der aufmerksame Besucher bereits beim Passieren eines Büchertischs im Eingangsbereich der Sternwarte begegnet. Der Autor aus Großolbersdorf beschreibt in seinem „Zukunftsroman der modernen Art“, aus dem er einige Passagen vortrug, ein intergalaktisches Megaprojekt, das im Zeitfenster von 320 v.u.Z. bis 4000 angesiedelt ist.
Mit Christine Arnold (Großolbersdorf) hat sich erst kürzlich die Gemeinde der Erzgebirgsautoren vergrößert. Ihr Debütroman „ausgeliefert: Eine Frage des Vertrauens“ trägt starke autobiografische Züge. Sie nutzte an diesem Abend die Gelegenheit, Ihre Tätigkeit als Entwicklungshelferin in Afghanistan zu schildern, der ein Kapitel des Romans gewidmet ist.
Die Gedichte des Erzgebirgsautors Peter Kurt Schwindt (Aue), wie „Sternenstaub“, „Das halbe Ganze“ oder „Bewegung mit Auflösung“ standen im Bezug zum „planetarischen“ Ort der Veranstaltung. Sie stimmten – wie so oft – sehr nachdenklich, ließen dabei gleichzeitig einen optimistischen Ausgang offen.

Rüdiger Kempt vertrat einen weiteren Kollegen aus der Riege der Erzgebirgsautoren: Dieter Fritzsche (Borstendorf). Er stellte u. a. dessen satirische Sicht auf „Die neue deutsche Sprache“ vor.

Die Mitarbeiter der Sternwarte hatten ihre eigene „literarische“ Überraschung vorbereitet:
Das Planetarium verfügt seit kurzem über ein neues modernes Projektorsystem. Damit ist es möglich, die gesamte Kuppel mit Bildern auszufüllen. Die Gäste der Veranstaltung sahen den Verlauf einer totalen Sonnenfinsternis, unterlegt mit Musik von Peer Gynt und einem Text des Dichters Adalbert Stifter, der das Erlebnis eines derartigen Naturschauspiels am 08.07.1842 in Wien hatte und für die Nachwelt in einer meisterhaften literarischen Form festhielt.
Abschließend vermittelte Christine Kampf (Sternwarte Drehbach) einige astronomische Kenntnisse, zeigte die Projektion verschiedener Sterne und Sternbilder am aktuellen Herbsthimmel … Alles war sehr spannend - wir müssen wiederkommen, es lohnt sich!

Ein großes Dankeschön an die Mitarbeiter der Volkssternwarte Drehbach, an Christoph Rottloff für die Lieder und Klänge aus unserer erzgebirgischen Heimat sowie an alle Autoren und Gäste!

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