Literatur im Erzgebirge - Literatura v Krušných Horách

 Logo Zonos

02.10. 2016 um 19 Uhr
Augustusburg liest!
Zonos Kaffehelden
Café & Kaffeerösterei
Schloßbergstraße 2
09573 Augustusburg
Zwischenmusik – Lothar Hoffmann

Nach der großen Resonanz im letzten Jahr auf die offene Lesebühne der Literatur im Erzgebirge in den gemütlichen Räumlichkeiten der "Kaffeehelden" war es für uns eine Freude, dieses Jahr wieder zu "Augustusburg liest!" einladen zu können.
Amüsantes, Nachdenkliches, Heimatliches, Biographisches, Kritisches, Historisches, modernes Blogging, Musikalisches und Poetisches – die Kombination aller Facetten des literarischen Schaffens machen die Offenen Lesebühnen der Literatur im Erzgebirge zu einem unverwechselbaren Erlebnis.
Musikalisch begleitete uns auch diesmal wieder Lothar Hoffmann aus Flöha, der mit seiner einfühlsamen, natürlichen und ruhigen Art, Verbindungen zwischen Wort und Klang zu schaffen vermochte.
Literatur und Musik in einem faszinierenden Ambiente, das waren, sind und bleiben die offenen Lesebühnen der Literatur im Erzgebirge. 

Detlef Köhler (Borna), Matthias Fritzsch (Zwickau), Dieter Fritzsche (Bortsendorf), Siegfried Schlottig (Zschopau) und Peter Kurt Schwind (Aue) lasen aus ihren Texten. Bürgermeister Dirk Neubauer als Gastgeber, lies es sich auch nicht nehmen, aus seinen blogs vorzutragen.

Ein herzliches Dankeschön an die Erzgebirgautoren, die trotz des weitgehend fehlenenden Publikums sich den Spaß am Vorlesen nicht stehlen ließen. Dem Bürgermeister sei gedankt, dass er der Literatur im Erzgebirge eine passende Lokation zur Verfügung stellte und Lothar Hoffmann, dass er den musikalischen Rahmen für die Lesungen gab.

Bilder gibt´s auf KLICK:

Einen schönen Bericht schrieb auch Frau Martina Hoffmann aus Flöha, die der Lesebühne beiwohnte.

Augustusburg liest!


Auf der regennassen Straße, die in der malerischen Altstadt zum Schloss führt, „versperrte“ im Dämmerlicht eine kleine Menschentraube an 'Zonos Kaffeehelden' den Weg. Man musste so - ob man wollte oder nicht – eintreten; vordergründig nicht, um den Delikatessen des Hauses zu huldigen, sondern zum Genuss literarischer Kostbarkeiten!

Dirk Neubauer, Hausherr und Bürgermeister der Stadt, begrüßte die Gäste. Er würdigte das unermüdliche persönliche Engagement einzelner, immer wieder ehrenamtlich tätig zu werden. Gleichzeitig verwies er auf die Schwierigkeiten, anspruchsvolle Kulturangebote zu organisieren und freute sich deshalb besonders auf die bevorstehende „offene Lesebühne“, der er zum wiederholten Male eine Heimat bot.

Das gemütliche Café, an dessen Wänden Kleinstadtportraits des Augustusburger Malers Jan Bärmig ein anregendes Farbenspiel zeigten, motivierte die Autoren der „Literatur im Erzgebirge“ wohl zusätzlich, Humor und Augenzwinkern in den vorgestellten Werken nicht zu kurz kommen zu lassen.

Detlef Köhlers einfallsreicher Wortwitz nimmt die großen und kleinen Geschehnisse des Alltags ins Visier. Aus Borna bei Leipzig angereist, bot er der Zuhörerschaft getreu seinem Motto: „Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst“ unter anderem „Altes (Pferde-)Wissen für Stadtkinder“.

Episoden aus einer gefühlt fernen, jedoch erst einige Jahrzehnte zurückliegenden Zeit las
Siegfried Schlottig aus Zschopau. Dem Rat seiner Kinder: „Vater, schreib´s auf“ folgend, entreißt er in seinem gleichnamigen Buch die ganz normalen Dinge seiner Jugend der Vergessenheit.

Bei Matthias Fritzsch aus Zwickau hieß es, die Ohren zu spitzen: seine Texte in westerzgebirgischer Mundart amüsierten die Zuhörerschaft köstlich. Die Kurzgeschichten in Reimform endeten in einerseits unerwarteten und manchmal schon erahnten Pointen.

Der Borstendorfer Dieter Fritzsche führte sein geneigtes Publikum „Durch das Jahr“. So zum Beispiel mit „Sommer-Melodie“ (Rasenmäher-Sinfonie), „Herbstballade“ (Pfefferkuchen im September) und „Radau-TV“ nimmt er Eigentümlichkeiten von Mitmensch und Medien auf´s Korn.

Auch Peter Kurt Schwind aus Aue widmet sich in seiner Lyrik dem facettenreichen Zusammenleben der Menschen. Spannend waren die vorgetragenen Beobachtungen von Beziehungen jeglicher Art. Das noch im Werden begriffene Gedicht „Meine Heimat“ sprach für sich und gestattete nebenbei einen Einblick in seine Entstehung.

Dirk Neubauer, einst Journalist, schreibt und veröffentlicht Gedanken, Ansichten und Analysen in seinem Blog. Wir durften hinein schauen und mussten feststellen, dass das Leben von Demokratie keine leichte Sache ist.

Wäre noch Lothar Hoffmann aus Flöha zu nennen, dessen Lieder zur Gitarre die Wortbeiträge klanglich verbanden.

Alle Geschichten, Reime und Lieder bezeugten eine prüfend hinterfragende Auseinandersetzung der Autoren mit dem Alltag, gestern und heute. Amüsantes, nachdenklich Stimmendes, Heimatliches, Biographisches und Historisches begleiteten uns durch diesen Abend – auf literarische und musikalische Art und Weise.

Herzlichen Dank dem Dirk Neubauer als Gastgeber sowie den Akteuren und Gästen.

 

News

Regina Grohmann, die "Märchenoma" aus Zschopau hat sich "Gereimtes zu Ostern" einfallen lassen. Zu lesen im Lesesaal April 2018

Bilder, Rückblicke und Kommentare zu den offenen Lesebühnen gibt´s hier

KrimiLeseTour 2017 - das deutsch-tschechische Gemeinschaftsprojekt "Schatten über dem Erzgebirge" stellt sich der Öffentlichkeit vor. Alle Infos hier JETZT NOCH AKTUELLER: MIT RÜCKBLICK!!

Herzlich Willkommen im Kreis der Erzgebirgsautoren
Monika Tietze, Dieter Schönherr, Katrin Albrecht, Werner Katzschner

NEU *** Links zu Aktionen der Baldauf Villa ***

hier klicken

Wetter