Literatur im Erzgebirge - Literatura v Krušných Horách

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„Flöha las“ am Mittwoch, dem 29.03.2017 (Bericht und Bilder: Martina und Lothar Hoffmann, Flöha)

Das Interesse an unserer Leseveranstaltung, deren Ursprung bei „Literatur im Erzgebirge“ Marienberg liegt, ist ungebrochen! Zur nunmehr fünften Auflage hatte das Stammpublikum weitere Freunde und Bekannte animiert, einen interessanten Abend in der Villa Gückelsberg zu erleben. Sie wurden nicht enttäuscht!

Das Eis war gleich zu Beginn geschmolzen, als Herr Dr. Klaus Theilemann (Flöha) das Flöha-Lied anstimmte, dessen Worte und Melodie er vor mehr als 20 Jahren verfasst hatte. Alle Anwesenden folgten der Einladung zum Mitsingen.

Herr Volker Holuscha richtete als unser OB Grußworte an die Gäste und zitierte - passend zur Jahreszeit - ein Frühlingsgedicht von Eduard Möricke – Frühling lässt sein blaues Band...

Frau Ines Hahn (Niederwiesa) ist in der glücklichen Lage, aus einem umfangreichen eigenen literarischen Fundus schöpfen zu können. Sie las eine Kurzgeschichte und, speziell anlässlich des zehnten „Geburtstages“ der Sternkopf-Engel, die einst in der Villa Gückelsberg das Licht der Welt erblickten, ein Gedicht. Dieses übergab sie anschließend an die Hausherrin.

Eine von Frau Annemarie Gottsmanns (Flöha) Leidenschaften besteht im Schreiben lustiger Kurzgeschichten, bei denen sich so viel wie möglich Wörter untereinander reimen. Über die Sternkopf-Engel hatte sie sich ebenfalls Gedanken gemacht und trug diese dem amüsierten Publikum vor.

Den Lesern des Amts- und Mitteilungsblattes der Stadt Flöha ist Herr Dietmar Wildner (Falkenau) durch die Veröffentlichungen seiner wahren Begebenheiten aus der Jugendzeit kein Unbekannter. In „Flöha liest“ schilderte er die Qualen, die ihm in der „Schlechten Zeit“ der Verzehr von Mehlsuppen bereitete, setzte sich mit dem DANKE-Sagen auseinander und beendete seinen Auftritt ebenfalls mit einer Hommage an die Sternkopf-Engel.

Jährlich wird in Marienberg der Nachwuchsförderpreis „Literatur im Erzgebirge“ vergeben. Schirmherr ist der Landtagspräsident Sachsens. Dieses für die Mädchen und Jungen unseres Kulturraumes wichtige Ereignis zeigt, dass es zahlreiche Jugendliche gibt, die in ihrer Freizeit mit großer Lust und viel Fantasie schreiben! Eine von Ihnen, Jasmin Winkler (Gahlenz), bekam im vergangenen Jahr den Hauptpreis im Fach Epik. Ihre aktuelle Geschichte stellte - literarisch eindrucksvoll - Probleme einer 16-jährigen in den Mittelpunkt, jedoch nicht ohne Lösungswege anzudeuten.

Frau Martina Schuberts (Auerswalde) Buch „Budapester Geschichten“ zeugte eindeutig von ihrer großen Liebe zur ungarischen Hauptstadt.
Sie führte die Gäste so gekonnt an ihre dortigen Wohlfühlplätze, dass man geneigt war die Koffer zu packen, um diese ebenfalls kennenzulernen.

Der Einladungstext zu „Flöha liest“ lautete, Gegenstand der Betrachtungen könnten „Geschichten, die das Leben schreibt“ sein. Frau Edith Bonk (Falkenau) setzte mit ihrer Story einem jungen Mann ein bleibendes Denkmal, der ihr - trotz seines eingegipsten rechten Armes und weiterer Blessuren - bei einer Autopanne aus der Not half.

Frau Helga Rauschenbach (Flöha) schilderte einfühlend einen Montagmorgen beim HNO-Arzt. In einer zweiten Kurzgeschichte stellte sie die Harmonie zwischen ihrem alten
Engel-Bergmann-Paar und der „Eleganz in Rot“, einem erotischen Sternkopf-Engel, dar.

Frau Alice Neumann-Zsóri (Falkenau) war die zweite Autorin des Abends, die uns mit ihrer Erzählung gedanklich nach Ungarn entführte. Kindheitserinnerungen nahmen uns mit zur Großmutter, die - fernab vom Mainstream - auf dem Lande ein arbeitsreiches, doch erfülltes Leben führte.

Herr Wolfram Liebing (Wolkenstein) zeichnete ein expressionistisch literarisches Bild, in dem sich den erotischen Engelsgestalten die Missstände der Welt - in unserem Alltag, dem Gestern und Heute – entgegen stellen. Den Zuhörern wurde die gerade in unserer Zeit weit offene Schere zwischen Ideal und Realität bewusst.

Frau Christine Hölzel (Flöha) genießt die Freiheit. Bei Fahrradtouren entlang der Zschopau nutzt sie ihre Beobachtungsgabe, kleinste Details am Wegesrand zu entdecken. „Denn es sind die ganz kleinen Dinge im Leben, die uns große Augen machen lassen“.
Herr Lothar Hoffmann (Flöha) packte die Gelegenheit am Schopf und sang Lieder zur Gitarre, die er einst - wie er sagte - als „Studentenbudenpoet“ in die Welt entließ.
Ein ganz großes Dankeschön an Frau Dr. Sternkopf und ihr Team für das Gastrecht!

Hier ein paar Impressionen (Klick auf`s Bild!)

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